Schärli - Moreira - Feigenwinter

 

 

Kritiken

 

Dieses Dreigestirn, die beiden Schweizer mit dem brasilianischen Gitarristen, ist ein wahrer Ohren- und Seelenwärmer, und die feine Poesie seiner alleweil bestechend transparenten Musik berührt auf höchst vergnügliche, intelligente und direkte Art – derweil spätestens die launigen, verschmitzten Ansagen des Trompeters den grössten Melancholiker lächeln lässt oder wenigstens innerlich zum Schmunzeln bringt.
Steff Rohrbach, Jazz’n’More, Juli/Augsut 2018, 29. Schaffhauser Jazzfestival 2018

Eineinhalb Stunden purer Schönheit hat das Trio Schärli-Moreira-Feigenwinter gestern am 29. Schaffhauser Jazzfestival 2018 geboten. Vom ersten Ton weg atmet dieses Trio wie ein einziger Körper und Schärlis Solo öffnet zum ersten Mal an diesem Abend den ganz grossen Raum. Unglaublich relaxed ist das alles, selbst in den komplexesten Passagen. Und egal bei welchem Tempo: Diese Band hat unendlich viel Zeit. Das hohe Niveau halten Schärli-Moreira-Feigenwinter eineinhalb Stunden lang. Und das Erstaunliche an diesem Abend ist vielleicht dies: Die Schönheit passiert den dreien fast beiläufig.
Sandro Stoll, Schaffhauser Nachrichten, 26. Mai 2018

29. Schaffhauser Jazzfestival 2018

Nach der Zusammenarbeit mit Ithamara Koorax hat Schärli erneut einen brasilianisch-schweizerischen Volltreffer gelandet. Juarez Moreira ist ein famoser Gitarrist aus Brasilien, der in seiner Heimat Auftritte mit zahlreichen Berühmtheiten absolviert – genannt seien hier nur Milton Nascimento, Toninho Horta, Gal Costa und Egberto Gismonti – und einige seiner Stücke geniessen Klassikerstatus. Schärli-Moreira-Feigenwinter haben mit "Castelo" ein wunderbares Album eingespielt, auf dem sich tänzerische Leichtigkeit und sehnsuchtsvolle Melancholie die Waage halten – über weite Strecken scheint die ungemein melodiöse Musik geradezu zu schweben.
Tom Gsteiger, Bieler Tagblatt, 3. Mai 2018

Trip ins Paradies
Er hat es also wieder getan. Peter Schärli hat seine Trompete gen Brasilien gereckt und ein Album eingespielt, das man bereits als Klassiker des distinguierten Brazil-Jazz feiern darf und man müsste ihn dafür mit Award-Gold geradezu überschütten. In ihren besten Momenten schafft die Musik eine Qualität der Schönheit, die so rein und stark ist, als würde sie einem naturhaften Determinismus folgen. Nichts ist hier gekünstelt, und am Ende ist da doch ganz grosse Kunst. Eine Schönheit, in die kein Zweifel vorstösst. Wer Peter Schärli’s Album "Castelo" gehört hat, wird diese Zeilen unterschreiben.
Ane Hebeisen, 22. Januar 2015, Tages-Anzeiger

Ci sono dei dischi che lasciano traccia, semplicemente perché la musica ha una carica emozionale enorme, qualcosa che arriva come un pugno nello stomaco, che si presenta semplice formalmente ma che ha profondità, spessore, semplicemente un vissuto, quello degli artisti, vero, che comunica qualcosa a chi ascolta. È il caso di questo Castelo (...) I tre hanno trovato un´intesa che va oltre quelle che sono le strutture della musica: nei cinquanta minuti a disposizione del disco raccontano a modo loro tante storie, belle e passionali, liriche e sognanti, una musica senza confini fra Svizzera e Brasile, jazz e bossa nova che ha un fascino speciale che la fa apprezzare.
Music-Zoom, Mai 2014, Vittorio Lo Conte

Ein wunderschönes Album.
kulturtipp Februar 2014, Frank von Niederhäusern

Die drei musizieren mit einer wunderbaren Beiläufigkeit, die niemandem etwas beweisen muss. Dabei sind die dieser Musik zugrundeliegenden Strukturen alles andere als simpel; allein die drei Protagonisten lassen sich ihr überragendes Können kaum anmerken, von einer ostentativen Zurschaustellung ganz zu schweigen.
JAZZ’N’MORE, Januar 2014, Georg Modestin

Die Musik auf "Castelo" gefällt mit ihrer Melodiosität, ihrer Transparenz und ihrem heiter-melancholischen Grundton. Hier regieren die Kunst der Reduktion und das Geheimnis der Intuition. Es sind Qualitäten, die sich nach Jahren breiter Erfahrung und Auseinandersetzungen in verschiedenen stilistischen Umfeldern zu einer Art Essenz in Schärlis Musikverständnis herauskristallisiert haben.
Pirmin Bossart, Willisauer Bote, 24. Dezember 2013

Peter Schärli ist ein origineller Kopf und begnadeter Instrumentalist mit schnörkellosem Ton. Wie er sich die Themen seiner Kollegen zu eigen macht, wie er sie umsetzt in seine dichte, eigensinnige musikalische Sprache – das ist wunderbar. (...) Die drei spielen eine sublim poetische, meist melancholisch grundierte Musik von enormer Innigkeit und Dichte. Musik ohne Schnörkel und Mätzchen, ganz bei sich und damit ganz bei uns.
NZZ am Sonntag, 17. November 2013, Manfred Papst

"Castelo" vom einzigartigen Trio Schärli – Moreira – Feigenwinter ist ein ausgesprochen lyrisches und melodisches Album, das viel Luft und Raum für Interaktion und Improvisation lässt – wunderschön.
Schweiz am Sonntag, 17. November 2013, Stefan Künzli

Ein spannendes Gipfeltreffen en miniature zwischen Brasilien und der Schweiz: der Auftritt des Trios Schärli – Moreira – Feigenwinter am Jazzfestival Basel. (...) Dieses Trio sorgte für Unterhaltungswert auf hohem Niveau, vereinte zwei Kontinente auf engstem Raum und doch mit weiten kreativen Räumen...
Tages Woche, 26. 4. 2013, Stefan Franzen