Peter Schärli Trio featuring Glenn Ferris

 

Kritiken

 

Bereits der Eröffnungsabend des Jazzfestival Willisau 2016 war ein Höhepunkt...
Die Musik vom Peter Schärli Trio featuring Glenn Ferris kommt so locker vom Hocker, dass man die Komplexität vergisst, die den Tracks mit ihren oft unüblichen Formen innewohnt. Melodiös, entspannt, transparent. Der Jazz von Schärli gefällt vielen Menschen, die meinen, sie mögen keinen Jazz.
Pirmin Bossart, Aargauer Zeitung, 5. September 2016

Mit seinem Seelenvoll spielenden Quartett machte Schärli am Jazzfestival Willisau 2016 deutlich, dass am Schluss nur eins zählt in der Musik: Spirit! Die Band spielte eine vollkommen unaufgeregte Musik, die einem das Etüdenhafte mancher Jazzmusik vergessen liess.
Christoph Merki, Tagesanzeiger, 3. September 2016

Von der Zusammenarbeit Peter Schärlis mit Glenn Ferris ist man an Vergnüglichem ja einiges gewohnt. Aber jetzt setzen die beiden noch einen drauf. In "Bahia Mood" mit der vielsagenden Klammer "Sugar Lady" singt der Trompeter doch tatsächlich auch noch und der Posaunist japst und grunzt dazu. Das wirkt nur beinahe klamaukartig, dürfte vielleicht auch so entstanden sein – zusammen mit dem lässigen Piano Hans Peter Pfammatters und Thomas Dürsts Bass wird’s ein seriöser Spass, Ausdruck purer musikalischer Lust und spitzbübischer Laune guten Geschmacks. Die Nummer offenbart eine Seite am Jazz die heute vor lauter ernster Kunst häufig etwas untergeht – Humor. Einher mit dieser Lockerheit geht allerdings ein Spiel, das einem Schweizer Uhrwerk gleicht, bei dem sich jedes Rädchen mit grösster Präzision ins andere dreht. Kompositionen wie aus einem Guss, Musik, die nicht gesucht sondern gefunden scheint, gegenwärtig ist, schlicht und einfach wie ein Kinderspiel. Unnötiger Ballast, Nebensächliches wird abgestreift, zur Seite geschoben, der Sound scheint befreit und gereinigt – ohne freilich zu clean oder gar steril zu wirken, im Gegenteil, wie guter Jazz halt. Das ist hohe Schule und Resultat einer mehr als drei Jahrzehnte dauernden Zusammenarbeit. Witzig, gefühlvoll, inspirierend – ein Genuss!
Steff Rohrbach, Jazz’n’More, Juli/August 2016

Keinerlei aufgesetzte Dramatik, aber viel innere Spannung. Warme, menschenfreundliche, nirgends weichgezeichnete Musik. Viel Sein, keine Mache!
Peter Rüedi, 12. Mai 2016

Kann Jazz erfrischend und unkonventionell sein und gleichzeitig auch dem Gelegenheitshörer gefallen? Für den inzwischen 60-jährigen Schweizer Trompeter Peter Schärli kein Problem. Seit über drei Jahrzehnten setzt er sich genüsslich zwischen die Schubladen Avantgarde und Tradition. Die Stärke des Quartetts zeigt sich in gefühlvollen Stimmungsbildern, bei denen die Räume zwischen den Noten genauso wichtig sind wie die Musik selbst.
Andreas Schneider, Jazzthetik, Mai /Juni 2016

Lavadeiras è una perfetta sintesi di quello che troviamo in tutto il disco: assoli perfetti, la simbiosi fra i musicisti ed un’estetica di tipo europeo. Schärli infatti è fra i migliori solisti del suo strumento in Europa, non solo in Svizzera ed insieme alla band firma un disco molto personale.
Lavadeiras ist eine perfekte Synthese dessen, was das ganze Album ausmacht: vollkommene Solos, Symbiose zwischen den Musikern und eine Ästhetik europäischen Typs. Schärli gehört tatsächlich nicht nur schweizweit, sondern europaweit zu den besten Solisten seines Instruments, und zusammen mit der Band hat er ein sehr persönliches Album aufgenommen.
Vittorio Conte, Musiczoom, Mai 2016

"Purge" heisst Läuterung, Klärung, Entschlackung. Das Stück von Glenn Ferris hat dem Album den Namen gegeben (Cover Niklaus Troxler) und drückt sehr gut aus, um was es in Schärlis Musik geht: Reduktion auf das Essentielle, Transparenz, Leichtigkeit. Die neun Tracks auf "Purge" überzeugen mit ihrem melodischen Kern, dem entspannten Drive, den lichten Kompositionen. Da scheint eine Schönheit auf, die verständlich macht, dass das Einfache nicht mit dem Simplen zu verwechseln ist. Man kann erst weglassen, wenn man ein viel Grösseres begriffen hat. Ein Album, das nur so strotzt von den Früchten der Erfahrung.
Pirmin Bossart, JAZZ’N’MORE Nr. 6, November/Dezember 2015

Und wenn wir schon bei den Schweizer Diminutiv-Jazzern sind, darf natürlich auch
Peter Schärli nicht fehlen. Er sucht das Festival mit seinem Trio (bestehend aus den gloriosen Hans-Peter Pfammatter und Thomas Dürst an Piano und Kontrabass) und dem Posaunisten-Superstar Glenn Ferris heim. Diese Gruppe verbindet das Selbstverständnis vierer Herren, die teilweise schon über dreissig Jahre die Bühne teilen. Peter Schärli und seine Mannen konservieren die reine Schönheit des Jazz. Eine grosse Verneigung davor.
Ane Hebeisen,
DER BUND, 20. Januar 2015

Instrumental CD of the Month: Peter Schärli Trio featuring Glenn Ferris: "Live at AVO Session / Basel - Switzerland" (TCB) 2012, Rating: ***** (musical performance & sonic quality)
Creativity, spontainety, impeccable performances, thrilling solos, perfect arrangements, great repertoire. What else could we ask for?
Arnaldo Desouteiro,
jazzstation (BR), 5. Juni 2012

Was die beiden (Glenn Ferris und Peter Schärli) ganz uneitel, wie nebenher an kontrapunktischer Logik und ans Herz greifender Melodieführung vor sich hin zaubern, ist buchstäblich unerhört. Einfach und selbstverständlich wie alle grosse Kunst.
Peter Rüedi, Juni 2011